Nationalpark Hohe Tauern: In Kals a.Gr. eröffnet der erste Partner-Kindergarten für Naturentdecker

Last Updated on October 1, 2025 by disco.tracking@gmail.com

Im Herzen der Alpen, eingebettet in das beeindruckende Panorama von Kals am Großglockner, eröffnet 2025 ein einzigartiges Bildungsprojekt: der erste Partner-Kindergarten im Nationalpark Hohe Tauern. Diese Initiative richtet sich an die jüngsten Naturentdecker und will bereits im Kindergartenalter ein tiefes Bewusstsein für Umwelt, Nachhaltigkeit und die alpine Kulturlandschaft schaffen. Das Bildungszentrum Kals am Großglockner verbindet dabei Volksschule, Mittelschule, Kindergarten und Spielgruppe unter einem Dach – ein innovatives Zentrum, das Naturerlebnis und Alpenpädagogik nahtlos in die Kinderbildung integriert. Die Ausweitung des erfolgreichen Partnerschulprogramms auf den Kindergartenbereich fördert spielerisches Lernen, kreative Naturerfahrung und nachhaltige Werte, die Kinder ihr Leben lang begleiten. Dieses Projekt stellt somit nicht nur eine pädagogische Neuerung dar, sondern auch einen wichtigen Schritt zur Stärkung regionaler Umweltbildung in einer der bedeutendsten Naturlandschaften Europas.

Nationalpark Hohe Tauern: Ein lebendiges Klassenzimmer für die Kleinsten

Der Nationalpark Hohe Tauern ist mit einer Fläche von 1.856 km² nicht nur Österreichs ältester Nationalpark, sondern auch der größte zusammenhängende Natur- und Kulturraum in den Alpen. Seit seiner Gründung im Jahr 1981 erstreckt er sich über die Bundesländer Salzburg, Tirol und Kärnten. Kals am Großglockner, am Rande dieses Naturjuwels gelegen, bietet mit seinem Bildungszentrum eine besondere Gelegenheit, Kindern frühzeitig den Wert der Natur näherzubringen.

Das neue Partnerkindergarten-Projekt ist eng in das bewährte Partnerschulprogramm eingebettet, das seit 2004 den Unterricht mit nationalparkbezogenen Inhalten bereichert. Dabei lernen Kinder, ökologische, ökonomische und soziale Zusammenhänge der Region zu verstehen – von Wildtieren wie Steinadlern und Bartgeiern bis hin zu den Pflanzen des Waldes und den Gewässern der Hochalpen.

Die Einbindung des Partnerkindergartens in Kals ist dabei ein Meilenstein: Zum ersten Mal wird das Konzept der Umweltbildung spielerisch an die jüngsten Schülerinnen und Schüler herangeführt. Der Kindergartenleiterin Ramona Bergerweiß zufolge schafft dieser Ansatz eine Grundlage für lebenslanges Umweltbewusstsein, das auf Respekt und Verantwortung gegenüber der Natur fußt.

Partnerprogramm Nationalpark Hohe Tauern Alter der Teilnehmenden Schwerpunktthemen Methoden
Kindergarten Kals 3-6 Jahre Wildtiere, Wald, Wasser Spielerisches Erforschen, Kreatives Gestalten, Naturtage
Volksschule 6-10 Jahre Ökologische Zusammenhänge, Klimaschutz Projekte, Exkursionen, Ranger-Führungen
Mittelschule 10-14 Jahre Umweltverantwortung, Regionalentwicklung Forschungsprojekte, Workshops, Praktika

Mehr Informationen über das vielfältige Bildungsangebot finden sich auf kals.at/nationalpark.html und auf der offiziellen Seite des Nationalparks Hohe Tauern.

Alpenpädagogik und Naturerlebnis im frühen Kindesalter

Die Alpenpädagogik setzt auf das Lernen mit allen Sinnen und im direkten Kontakt zur Natur. Gerade im Kindergartenalter entsteht so eine besonders intensive Beziehung zur Umwelt. Im Partnerkindergarten in Kals am Großglockner wird dieses Prinzip konsequent umgesetzt: Die Kinder entdecken spielerisch die Geheimnisse des Nationalparks und lernen dabei die Tier- und Pflanzenwelt hautnah kennen.

Dosiert und altersgerecht eingebettet in den Alltag, umfasst das Curriculum während der ersten drei Lebensjahre innerhalb des Kindergartens jährlich wechselnde Schwerpunkte:

  • Jahr 1: Der Nationalpark und seine Wildtiere – Von majestätischen Steinadlern bis zum scheuen Steinbock, die Kinder beobachten Tiere im Sommer und lernen auch ihr Winterverhalten kennen.
  • Jahr 2: Der Wald und seine Bewohner – Die kleinen Naturentdecker erforschen Pflanzen, Insekten und die Bedeutung der „Pflanzenküche“ für die Tiere.
  • Jahr 3: Das Wasser der Hohen Tauern – Lernen über das Leben in Bächen und Seen sowie die Bedeutung des Wassers für die alpine Umwelt.

Diese Themen werden durch kreative Aktivitäten ergänzt, bei denen die Kinder malen, basteln und musizieren – stets inspiriert von der Natur um sie herum. Durch regelmäßige Naturtage und geführte Exkursionen mit Nationalparkranger:innen vertiefen die Kinder ihr Wissen und erleben Natur als lebendigen und schützenden Raum.

Alpenpädagogische Elemente Beschreibung Beispiel
Erforschen mit allen Sinnen Kindgerechte Beobachtung und Berührung von Tieren und Pflanzen Mit Lupe Insekten entdecken im Wald
Kreative Gestaltung Malen und Basteln mit Naturmaterialien Herstellen von Blättercollagen
Erlebnisorientierung Spiel und Spaß an der frischen Luft Naturtage mit Nationalpark-Ranger:innen

Für Interessierte bietet der Kinder Naturerlebnispfad in Kals eine attraktive Möglichkeit, alpine Ökosysteme kindgerecht zu erkunden – allein oder in Begleitung.

Der Partnerkindergarten Kals am Großglockner als Vorreiter in der Umweltbildung

Das Bildungszentrum Kals am Großglockner zeichnet sich besonders durch seine integrierte Struktur aus: Kinder können vom Kindergarten bis zur Mittelschule kontinuierlich betreut und nachhaltig gefördert werden. Die Einbindung des Partnerkindergartens in das bestehende Netzwerk des Nationalparks ist deshalb ein strategischer Schritt, der die Kontinuität in der Umweltbildung stärkt. Bürgermeisterin Erika Rogl unterstreicht die Bedeutung als »zukunftsweisende Erweiterung eines bereits erfolgreichen Konzeptes«.

Diese Vernetzung bietet nicht nur durch unzählige projektbezogene Aktivitäten einen lebendigen Zugang zur Natur, sondern auch praktische Erfahrungen in Umwelt- und Naturschutz:

  • Regelmäßige Ranger-Touren durch den Nationalpark
  • Praktische Workshops zu klimafreundlichem Verhalten
  • Projekte zur Erhaltung von Wildtieren
  • Partizipation an regionalen Naturschutzaktionen
  • Interdisziplinäre Unterrichtseinheiten über Nachhaltigkeit

Die Erfahrung zeigt, dass das frühe Anknüpfen an die alpine Natur die emotionale Bindung der Kinder stärkt und sie motiviert, sich später verantwortungsvoll für den Erhalt der Landschaft einzusetzen. Die Kombination aus Naturkindergarten und Partnerschule ist ein Vorbild im Bereich der Kinderbildung und Umweltpädagogik.

Vorteile der Partnerschaft Nutzen für Kinder Effekt auf Umweltbewusstsein
Durchgängiger Bildungsweg Kontinuierliche Förderung vom Kindergarten bis zur Mittelschule Verstärktes Umweltbewusstsein durch langfristige Bindung
Praxisbezogene Projekte Erfahrungen im Naturschutz und in Umweltmaßnahmen Entwicklung von Verantwortungsgefühl
Enge Zusammenarbeit mit Nationalpark Zugang zu Experten und exklusiven Lernorten Vertieftes Wissen und Begeisterung

Weitere Details bieten die offiziellen Seiten von Hohe Tauern und Osttirol Tourismus, die das Netzwerk und die regionalen Angebote umfassend präsentieren.

Nachhaltigkeit und Naturvermittlung im Partnerkindergarten

Ein zentrales Anliegen des Partnerkindergartens ist die Vermittlung von Nachhaltigkeit als lebendigem Prinzip. Schon die Kleinsten lernen, wie man verantwortungsvoll mit Ressourcen umgeht und warum der Schutz der sensiblen alpinen Ökosysteme wichtig ist. Die Beschäftigung mit Nachhaltigkeit wird dabei nicht abstrakt, sondern durch praktische Alltagserfahrungen erfahrbar gemacht.

Das Programm umfasst folgende Schlüsselelemente:

  • Ressourcenschonung: Beispiele, wie Wasser, Energie und Materialien im Alltag sparsam verwendet werden.
  • Müllvermeidung und Recycling: Spielerisches Lernen über Abfalltrennung und Wiederverwertung.
  • Verantwortung für Tiere und Pflanzen: Förderung eines respektvollen Umgangs mit der Tier- und Pflanzenwelt.
  • Regionale Lebensmittel: Kennenlernen heimischer Ernährungskulturen und Förderung eines Bewusstseins für regionale Produkte.
  • Nachhaltige Mobilität: Anregungen zur umweltfreundlichen Fortbewegung auf kurzen Strecken.

Nachhaltigkeit wird so zum festen Bestandteil des Kindergartenalltags – in Verbindung mit dem Naturerlebnis und der Geborgenheit der natürlichen Umgebung. Durch Projekte, wie das Anlegen eines kleinen Gemüsegartens oder Beobachtungen im nahegelegenen Wald, erfahren die Kinder unmittelbar, wie ihr Verhalten die Umwelt beeinflusst.

Nachhaltigkeitsaspekt Veranschaulichung im Kindergarten Erzieherische Wirkung
Ressourcenschonung Wasser sparsam nutzen beim Händewaschen Bewusstsein für Nachhaltigkeit im Alltag
Mülltrennung Abfalltrennung spielerisch üben Verantwortungsbewusstsein fördern
Regionale Produkte Besuch von Bauernhöfen und Verkostung Verbindung zur Region stärken
Tier- und Pflanzenschutz Beobachtung von Wildtieren und Pflanzen Empathie und Respekt entwickeln

Ein umfassender Überblick über die Nachhaltigkeitsbildung im Nationalpark findet sich unter nationalpark.at.

Integration von Naturerlebnis und spielerischem Lernen im Kindergartenalltag

Die Verbindung von Naturerlebnis und Lernen steht im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit im Naturkindergarten in Kals. Hier werden Alltag und Abenteuer ideal kombiniert: Die Kinder erleben die alpinen Jahreszeiten, für sie unverwechselbare Wildtiere und die verschiedenen Lebensräume hautnah.

Das pädagogische Konzept nutzt folgende Methoden:

  • Freies Spielen in der Natur, das Kreativität und Entdeckerfreude fördert
  • Gezielte Naturbeobachtungen mit altersgerechter Erklärung
  • Projektwochen zu Tieren, Pflanzen oder Nachhaltigkeit
  • Kooperation mit Nationalpark-Ranger:innen für Exkursionen
  • Integration von Liedern und Geschichten rund um die Natur

Diese pädagogischen Elemente stärken nicht nur das Wissen über den Nationalpark Hohe Tauern, sondern auch die emotionale Bindung der Kinder zur alpinen Umwelt. Der Partnerkindergarten wird so zu einem lebendigen Ort, an dem Kinder vielfältige Naturerfahrungen sammeln.

Pädagogisches Element Ziel Beispiel
Freies Spielen Förderung von Kreativität und Selbstständigkeit Erkundung von Blumenwiesen und Bächen
Naturbeobachtungen Wissensvermittlung über Lebensräume und Arten Fährtenlesen und Vogelbeobachtung
Exkursionen mit Rangern Praxisnahes Lernen im Nationalpark Geführte Wanderung zu Murmeltieren

Mehr über die reiche Natur und Kultur in Kals am Großglockner erfährt man auf der Webseite von Kals am Großglockner sowie auf hohetauern.at.

Familien und Gemeinschaft profitieren vom Partner-Kindergarten

Der neue Partner-Kindergarten in Kals am Großglockner bringt nicht nur Kinder und Natur näher zusammen, sondern stärkt auch die Familien und die lokale Gemeinschaft. Eltern erleben, wie ihre Kinder mit Begeisterung und Respekt an die alpine Umwelt herangeführt werden, was sie motiviert, selbst nachhaltiger zu leben und die Natur zu schützen.

Die Verbindung von Kindergarten und Nationalpark fördert zudem das Gemeinschaftsgefühl in Kals. Gemeinsame Aktionen, Feste und Naturschutzprojekte unterstützen den Austausch zwischen Familien, Lehrpersonen und Umweltexperten. So entsteht ein Netzwerk, das über den Kindergarten hinausreicht und den Nationalpark Hohe Tauern als lebendigen Teil der Region etabliert.

  • Elternabende mit Themen rund um Nachhaltigkeit und Umweltbildung
  • Feste und Veranstaltungen am Nationalparkzentrum
  • Freiräume für Naturerlebnis in lokalen Gemeinschaftsgärten
  • Förderung regionaler Identität und Zusammengehörigkeit
  • Engagement in Naturschutzprojekten der Region

Interessierte Familien profitieren von weiterführenden Informationen auf Osttirol Heute und wissenswertes.at.

Langfristige Perspektiven für Kinderbildung und Naturerhalt im Nationalpark Hohe Tauern

Die Eröffnung des ersten Partner-Kindergartens im Nationalpark Hohe Tauern markiert den Beginn einer nachhaltigen Entwicklung in der Kinderbildung und im Naturerhalt der Alpenregion. Durch eine frühe Bindung an die Natur werden zukünftige Generationen von Natur- und Umweltschützern kultiviert.

Langfristig zielt das Programm darauf ab, den Bildungsweg der Kinder von der Vorschule bis zur Mittelschule als durchgängigen Prozess der Umweltbildung zu gestalten. Dabei spielt die Kooperation mit verschiedenen Partnern aus Wissenschaft, Naturschutz und Pädagogik eine zentrale Rolle.

  • Aufbau eines nachhaltigen Bildungsnetzwerkes in den Alpen
  • Entwicklung weiterer Partnerkindergärten entlang des Nationalparkgebiets
  • Einbindung moderner pädagogischer Methoden und digitaler Lerninhalte
  • Stärkung des Bewusstseins für den Klimawandel und Erhalt der Biodiversität
  • Förderung von partizipativer Forschung und Umwelterziehung
Zukunftsziele des Partnerkindergartens Geplante Maßnahmen Erwartete Wirkung
Bildungsnetzwerk ausbauen Kooperation mit weiteren regionalen Einrichtungen Breitere Umweltbildung für mehr Kinder
Methodenentwicklung Integration digitaler Medien und Experimente Motivationssteigerung und bessere Lernergebnisse
Klimabewusstsein stärken Workshops und Projekte zum Klimawandel Langfristige Verhaltensänderungen

Erfahren Sie mehr über die Zukunft des Nationalparks Hohe Tauern auf der offiziellen Website nationalpark.at/en/nationalpark.

Wissenswertes für Besucher und Interessierte zum Partner-Kindergarten in Kals

Der Partner-Kindergarten in Kals am Großglockner ist Teil des umfassenden Bildungszentrums, das auch die Volksschule und Mittelschule umfasst. Für Besucher und Interessierte öffnet sich hier ein Einblick in die Verbindung von Pädagogik und Naturschutz auf Augenhöhe mit der alpinen Natur.

Folgendes ist wissenswert:

  • Anmeldung und Teilnahme: Der Kindergarten nimmt Kinder aus der Region auf, die an der Umweltbildung aktiv teilnehmen wollen.
  • Öffnungszeiten: Flexibel abgestimmt auf die Bedürfnisse von Familien in Kals am Großglockner.
  • Kooperationen: Enge Zusammenarbeit mit dem Nationalparkmanagement, externen Experten und Rangerinnen und Rangern.
  • Aktivitäten: Regelmäßige Naturerkundungen, Workshops und Feste.
  • Ziele: Förderung einer liebevollen und nachhaltigen Verbindung zur Natur von Anfang an.

Weitere Informationen zur Anmeldung und zum Programm finden sich auf kals.at und hohetauern.at.

Quiz : Nationalpark Hohe Tauern

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