Lasagne gehört zu jenen Gerichten, die Familie und Freunde magisch an den Tisch ziehen – sei es an einem gemütlichen Sonntag oder beim Sonntagsessen mit alten Schulfreunden. Doch ein italo-amerikanischer Spitzenkoch verrät, wie sich das Aroma noch einmal deutlich steigern lässt: Alles, was du brauchst, ist ein wenig Geduld.
Übernacht-Ruhe für intensivere Aromen
„Ich habe das zum ersten Mal bei meiner Großmutter in Neapel gesehen“, erzählt Joe Isidori, Executive Chef bei Arthur & Sons in New York. Er schwört darauf, die frisch gebackene Lasagne vor dem Anschneiden über Nacht im Kühlschrank ruhen zu lassen. In dieser Phase zieht die Sauce in die Nudelplatten ein, der Käse verschmilzt perfekt mit Fleisch und Tomaten, und die Aromenvielfalt erreicht eine neue Dimension.
Praktisch: Durch die Übernacht-Ruhe festigt sich das Fett in Béchamel und Hackfleisch, sodass die Schichten beim Aufschneiden nicht zerfließen. Beim Erwärmen sorgen die kompakten Schichten für eine Geschmacksexplosion, die an ein perfekt komponiertes Konzert erinnert.
Einmal selbst ausprobiert, wirst du nie wieder anders vorgehen wollen: Letztens habe ich zum ersten Mal meine eigene Lasagne eine Nacht ziehen lassen – das Ergebnis war so saftig, dass meine Gäste nur noch gaben und schwärmten.
Lasagne perfekt aufwärmen
Damit die saftigen Schichten nicht trocken werden, rät Isidori zu einem zweistufigen Verfahren:
- Abkühlen lassen: Nach dem Backen die Form etwa 30 Minuten bei Zimmertemperatur stehen lassen. So steigt die Zwischentemperatur ab, der Kühlschrank wird nicht überlastet und die Struktur der Schichten bleibt erhalten.
- Schonend erwärmen: Bei 175 °C in den Ofen schieben, mit Alufolie abdecken und 20 Minuten backen. Dann die Folie entfernen und weitere zehn Minuten bräunen lassen – so entsteht eine leicht knusprige Oberfläche, während das Innere wunderbar heiß und cremig bleibt.
Wer es besonders knusprig mag, kann zum Abschluss kurz den Grill zuschalten. Wichtig ist nur: Nicht zu hoch erhitzen, damit die Lasagne nicht austrocknet.