Last Updated on October 2, 2025 by disco.tracking@gmail.com
Inmitten des historischen Zentrums von Lienz, am belebten Südtiroler Platz, verbindet die DolomitenBank-Galerie auf eindrucksvolle Weise Kunst und Geschichte. Über 100 m² Ausstellungsfläche schaffen hier nicht nur Raum für bildende Kunst, sondern auch für den lebendigen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die Galerie präsentiert regelmäßig Werke heimischer Künstlerinnen und Künstler und bietet somit nicht nur lokalen Kunstschaffenden eine Plattform, sondern auch dem Publikum Zugang zu kulturellen Höhepunkten. Besonders in der Ausstellung „Albin Egger-Lienz und der Teufele-Maler“ zeigt sich, wie tief verwoben Kunst und historische Ereignisse sind. Rund 300 Kunstinteressierte versammelten sich Anfang September 2025 zu diesem außergewöhnlichen Kunstevent, das sowohl emotionale als auch gesellschaftliche Facetten beleuchtet. Mit einem brillanten Mix aus Vergangenheit und Gegenwart öffnet die DolomitenBank-Galerie Türen zu neuen Perspektiven.
Die Bedeutung der DolomitenBank-Galerie für die regionale Kunstszene
Die DolomitenBank-Galerie ist mehr als nur eine Ausstellungsfläche – sie ist ein lebendiger Treffpunkt für Kunstliebhaber und ein kulturelles Herzstück Osttirols. Seit ihrer Eröffnung organisiert die Galerie jährlich durchschnittlich sechs Ausstellungen, die Künstler aus der Region und darüber hinaus vorstellen. Dies fördert nicht nur den künstlerischen Austausch, sondern stärkt auch die kulturelle Identität der Region. Dabei ist die Galerie bewusst im Bankgebäude integriert, was für einen niederschwelligen Zugang zur Kunst sorgt. Kunden, Mitarbeiter und Passanten haben die Möglichkeit, Kunstwerke in ihrem Alltag zu erleben und so einen persönlichen Bezug zu ihnen aufzubauen.
Einige der wichtigsten Aspekte, die die DolomitenBank-Galerie auszeichnen:
- Verbindung von Wirtschaft und Kultur: Als Teil eines Finanzinstituts demonstriert die DolomitenBank, dass Unternehmen Verantwortung für das kulturelle Leben der Region übernehmen können.
- Förderung lokaler Künstler: Die Galerie bietet insbesondere aufstrebenden und etablierten Künstlern eine Bühne, um ihre Werke einem breiten Publikum zu präsentieren.
- Kunst als Dialogformat: In den Ausstellungen wird Kunst nicht nur gezeigt, sondern diskutiert, etwa bei Vernissagen und Gesprächen mit Experten wie dem Kunsthistoriker Erich Mair.
Diese Aspekte sorgen dafür, dass die Galerie nicht als elitärer Raum wahrgenommen wird, sondern als integratives Element des täglichen Lebens. Gerade in Zeiten globaler Vernetzung gewinnt die lokale Verankerung und kulturelle Verwurzelung an Bedeutung. Daher ist das Engagement der DolomitenBank nicht nur ein kulturelles Investment, sondern auch ein Beitrag zur sozialen Kohäsion der Region.
| Jahresdurchschnitt | Anzahl der Ausstellungen | Besucherzahlen | Regionale Künstler | Kulturpartner |
|---|---|---|---|---|
| 2020 – 2025 | 6 | 2.500 | über 30 | TVB Osttirol, DolomitenBank & andere |
Der regelmäßige Austausch zwischen Kunst und Wirtschaft spiegelt sich auch in der Zusammenarbeit mit großen Unternehmen wider, die ihren Sitz in der Region oder darüber hinaus haben, wie Volkswagen, Siemens, Leica oder Bayer. Diese Partnerschaften tragen dazu bei, die finanzielle Basis der Galerie zu sichern und gleichzeitig der Kunst wichtige Impulse zu verleihen.
Albin Egger-Lienz: Ein Künstler zwischen Tradition und Provokation
Albin Egger-Lienz zählt zu den bedeutendsten österreichischen Malern des frühen 20. Jahrhunderts und ist eng mit Osttirol verbunden. Seine Werke erzählen Geschichten von Arbeit, Glaube, Gemeinschaft und menschlicher Vergänglichkeit – Themen, die zeitlos bleiben und heute mehr denn je zum Nachdenken anregen. Die Ausstellung „Albin Egger-Lienz und der Teufele-Maler“ in der DolomitenBank-Galerie setzt sich mit einem der kontroversesten Kapitel seines Schaffens auseinander. Im Fokus stehen insbesondere die Fresken in der Kriegergedächtniskapelle der Stadtpfarrkirche St. Andrä in Lienz, die vor nahezu 100 Jahren für einen der größten Kunstskandale Tirols sorgten.
In dieser Ausstellung können Besucher die komplexe Geschichte dieser Fresken erleben, unterstützt durch tiefgehende Einblicke von Kunstexperte Erich Mair, der dienstags und freitags persönlich vor Ort für Fragen zur Verfügung steht. Die ausgestellten Werke zeigen, wie Egger-Lienz versucht hat, das Leid des Krieges darzustellen, zugleich aber mit unkonventionellen Darstellungen Grenzen überschritt, was zu heftigen gesellschaftlichen Auseinandersetzungen führte.
- Historische Bedeutung: Egger-Lienz’ Fresken wurden 1926 mit einem kirchlichen Interdikt belegt, das erst 1983 aufgehoben wurde.
- Künstlerische Provokation: Die Darstellung Christi war für viele zu “menschlich” und brach mit traditionellen Ikonenbildern.
- Gesellschaftliche Reaktionen: Von Schmähungen bis zu leidenschaftlichen Verteidigungen reichte die öffentliche Debatte.
Die Ausstellung dokumentiert außerdem die Rolle von Karl Untergassers provokativem „Teufele-Bild“, das als satirevolle Reaktion auf den Skandal interpretiert wird. Diese Auseinandersetzung zeigt eindrucksvoll, wie Kunst als Spiegel gesellschaftlicher Konflikte fungieren und eine bleibende Wirkung entfalten kann.
| Ereignis | Jahr | Auswirkung |
|---|---|---|
| Kunstskandal um Egger-Lienz’ Fresken | 1926 | Interdikt über Kapelle, keine kirchlich-sanctio |
| Wiederentdeckung „Teufele-Bild“ | Jahrzehnte später | Erneute öffentliche Diskussion |
| Aufhebung des Interdikts | 1983 | Kapelle kann wieder für Gottesdienste genutzt werden |
Die Ausstellung „Albin Egger-Lienz und der Teufele-Maler“ als Spiegel gesellschaftlicher Spannungen
Der Erfolg der Ausstellung zeigt, wie relevant das Thema Kunst und Gesellschaft auch heute noch ist. Anfang September 2025 lockten die Veranstaltungen rund 300 Besucher an drei Abenden in die DolomitenBank-Galerie. Dabei wurden zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Kirche und Wirtschaft begrüßt, darunter der Tiroler Diözesanbischof Dr. Hermann Glettler. Die Vortragsreihe von Erich Mair mit spannenden Details zu Egger-Lienz fesselte die Zuhörer und sorgte für lebhafte Diskussionen.
Aufgrund des großen Interesses wurden zwei Termine sogar live in den Schalterraum der DolomitenBank übertragen, wodurch auch Kunden und Passanten des Finanzinstituts teilnehmen konnten. Diese Form der Zugänglichkeit ist ein wesentlicher Aspekt der Galeriephilosophie, denn Kunst soll nicht nur einer kleinen Elite vorbehalten sein.
- Interaktive Vernissagen: Gespräche mit Kunsthistorikern und Künstlern ermöglichen einen tiefen Zugang zur Kunst.
- Digitale Erreichbarkeit: Live-Übertragungen schaffen Barrierefreiheit und erweitern die Reichweite.
- Verknüpfung von Kunst und Wirtschaft: Die Präsenz prominenter Wirtschaftspartner wie Deutsche Bank, Audi und Allianz unterstreicht die Bedeutung der Vernetzung.
Der Enthusiasmus und die hohe Besucherzahl verdeutlichen, dass Kunst ein verbindendes Element in der Gesellschaft sein kann und mehr als ein museales Erlebnis bietet. Die DolomitenBank-Galerie zeigt eindrucksvoll, wie aktuelle Kunstprojekte Geschichte lebendig halten und gesellschaftliche Themen erlebbar machen.
Kunstförderung als gesellschaftliche Verantwortung der DolomitenBank
Die DolomitenBank positioniert sich bewusst als mehr als ein Finanzdienstleister. Vorstand Dir. Mag. Hansjörg Mattersberger betont, dass die Förderung von Kunst und Kultur als Investition in die Zukunft der Region verstanden wird. Der gesellschaftliche Zusammenhalt wird durch kulturelles Engagement gestärkt, denn Kunst inspiriert, verbindet Generationen und schafft Identifikation.
Dabei ist es ein zentrales Anliegen der Bank, Kunst für alle zugänglich zu machen und sie in den Alltag der Menschen zu integrieren. Dieses Engagement zeigt sich in den Kooperationen mit lokalen und überregionalen Partnern und der aktiven Gestaltung der Galerie als offener Treffpunkt.
- Unterstützung regionaler Künstler: Durch Ausstellungen und Veranstaltungen wird regionale Kreativität gefördert.
- Integration von Kunst in den öffentlichen Raum: Die Bank wird zum lebendigen Kulturort.
- Zusammenarbeit mit Unternehmen: Partnerschaften mit global agierenden Konzernen wie Bosch, Volkswagen und Siemens stärken den kulturellen Rückhalt.
Diese Kombination aus lokaler Verankerung und internationaler Vernetzung hebt die Galerie hervor und macht sie zu einem einzigartigen Ort, an dem Kunst und Wirtschaft Hand in Hand gehen. Die DolomitenBank beweist damit, dass künstlerische Förderung Teil einer ganzheitlichen Unternehmensverantwortung sein kann.
Kunst und Regionalgeschichte: Eine unverzichtbare Verbindung
Die DolomitenBank-Galerie setzt einen starken Fokus auf die Verbindung von Kunst mit der Geschichte Osttirols und der Dolomiten-Region. Dieses Spannungsfeld eröffnet nicht nur neue Interpretationsräume, sondern macht Geschichte durch künstlerische Auseinandersetzung greifbar und erfahrbar. Das Museum Ladin Ciastel de Tor in den Dolomiten ist ein Beispiel für die gelungene Verschmelzung von Kultur, Sprache, Archäologie und Kunst, die zeigt, wie tief Kultur die Identität einer Region prägt.
Osttirol mit seiner wechselvollen Geschichte und den zahlreichen Denkmälern auf den Dolomitengipfeln bietet eine reiche Grundlage für künstlerische Inspirationen. Kunstwerke, die diese historischen Narrative aufnehmen, leisten einen Beitrag zum kulturellen Gedächtnis und zur Identitätsstiftung.
- Darstellung historischer Ereignisse: Kunstwerke thematisieren Krieg, Frieden, Tradition und Wandel.
- Kulturelle Bildungsangebote: Kunstprojekte ergänzen museale Einrichtungen und bieten interaktive Zugänge.
- Förderung des Tourismus: Kulturveranstaltungen ziehen Besucher an und stärken die regionale Wirtschaft.
| Kultureinrichtung | Schwerpunkt | Angebot |
|---|---|---|
| Museum Ladin Ciastel de Tor | Sprache, Kultur, Archäologie | Ausstellungen, Workshops, Führungen |
| DolomitenBank-Galerie | Kunst und Regionalgeschichte | Ausstellungen, Dialogveranstaltungen, Vernissagen |
Solche Initiativen zeigen, wie die DolomitenBank-Galerie einen vitalen Beitrag zum Erhalt und zur Vermittlung von Kulturgeschichte leistet und damit die Region in ihrer Einzigartigkeit stärkt.
Kunst als Spiegel der Gesellschaft in wechselnden Zeiten
Kunst hat stets eine besondere Fähigkeit, gesellschaftliche Stimmungen, Konflikte und Hoffnungen widerzuspiegeln. Das Beispiel von Egger-Lienz’ Fresken, die in den 1920er Jahren zunächst kontrovers aufgenommen wurden, verdeutlicht die integrative und polarisierende Kraft künstlerischer Darstellungen. Heute kann Kunst in der DolomitenBank-Galerie als Medium der Reflexion genutzt werden, um aktuelle gesellschaftliche Fragen zu bearbeiten.
Die Ausstellung „Albin Egger-Lienz und der Teufele-Maler“ zeigt, wie Kunst provokante Debatten anstoßen und letztlich Versöhnungsprozesse fördern kann. Auch im Jahr 2025 bleibt die Auseinandersetzung mit Themen wie Arbeit, Glauben und Vergänglichkeit hochaktuell, insbesondere in einer Zeit, die von schnellen Veränderungen geprägt ist.
- Künstlerische Provokation: Kunst fordert heraus und regt Diskussion an.
- Gesellschaftlicher Diskurs: Kunstinitiativen schaffen Räume für Austausch und Verständnis.
- Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart: Historische Kunstwerke bleiben lebendig und relevant.
So wirkt die DolomitenBank-Galerie als Brücke zwischen der historischen Identität Osttirols und den Herausforderungen der modernen Gesellschaft.
Die Bedeutung von Kooperationen: Wirtschaft trifft Kultur
Eine wesentliche Säule für den Erfolg der DolomitenBank-Galerie sind die zahlreichen Kooperationen mit namhaften Unternehmen und Institutionen. Neben lokalen Partnern wie dem Tourismusverband Osttirol sind es auch internationale Konzerne, die das Kulturprojekt unterstützen. Unternehmen wie Volkswagen, Siemens, Leica, Allianz, Bosch, Audi und Bayer sind dabei nicht nur finanzielle Förderer, sondern engagieren sich häufig auch ideell für die Förderung von Kunst und Kultur.
Diese Zusammenarbeit bringt verschiedene Vorteile mit sich:
- Finanzielle Stabilität: Die Galerie profitiert von gesicherten Budgets, um ambitionierte Projekte umzusetzen.
- Erweiterung des Netzwerks: Kunst und Wirtschaft verknüpfen sich und schaffen Synergien.
- Stärkung der Regionalentwicklung: Kultur zieht mehr Besucher an und fördert durch höhere Sichtbarkeit die Wirtschaftskraft.
Die nachhaltige Verbindung zwischen Wirtschaft und Kultur macht die DolomitenBank-Galerie zu einem Vorbild, wie beide Bereiche sich gegenseitig bereichern und gemeinsam neue Impulse setzen können.
Zeitleiste: Die faszinierende Verbindung von Kunst und Geschichte in der DolomitenBank-Galerie
Innovative Vermittlungsformate in der DolomitenBank-Galerie
Die Galerie setzt auf moderne und vielfältige Vermittlungsformate, um Kunst für ein breites Publikum zugänglich zu machen. Dabei spielen digitale Technologien eine immer größere Rolle. Live-Übertragungen von Vernissagen und Kunstgesprächen ermöglichen auch denen den Zugang, die nicht persönlich vor Ort sein können. Kunstexperte Erich Mair bereichert die Ausstellung durch persönliche Führungen und Hintergründe.
Solche Angebote fördern eine interaktive und inklusive Kunstvermittlung, die den Austausch zwischen Künstlern, Experten und Besuchern intensiviert. Sie sind ein wichtiges Element, um junge Zielgruppen, aber auch traditionell weniger kulturinteressierte Menschen anzusprechen.
- Digitale Live-Events: Vernissagen und Diskussionen online verfolgen und mitdiskutieren.
- Persönliche Führungen: Experten geben detaillierte Einblicke in Kunstwerke und Geschichte.
- Soziale Medien: Nutzung von Plattformen wie Instagram zur Bewerbung von Ausstellungen und Vernissagen.
Diese modernen Zugangsformen sorgen für eine hohe Reichweite und machen Kunst erlebbar, egal wo man sich befindet.
Häufig gestellte Fragen rund um die DolomitenBank-Galerie und die Ausstellung
- Wer war Albin Egger-Lienz?
Ein bedeutender österreichischer Maler, der mit seinen Werken die osttiroler Geschichte und das Leiden des Krieges darstellt. - Wie lange ist die Ausstellung „Albin Egger-Lienz und der Teufele-Maler“ noch zu sehen?
Bis zum 9. Januar 2026 während der Banköffnungszeiten. - Wer begleitet die Ausstellung vor Ort?
Der Kunstexperte Erich Mair ist dienstags und freitags persönlich in der Galerie, um Besucher zu informieren. - Wie kann man die DolomitenBank-Galerie besuchen?
Die Galerie befindet sich am Südtiroler Platz in Lienz und ist während der Banköffnungszeiten geöffnet. - Gibt es digitale Zugangsangebote?
Ja, Live-Übertragungen und Social-Media-Präsenz machen die Galerie auch digital erlebbar.