Am 18. April fand in Wien bereits zum 27. mal der VCM statt. Knapp 28.000 Läuferinnen und Läufer machten sich im Halb-, Staffel und Vollmarathon auf den Weg.
Wie bereits letztes Jahr beschloss eine ganze Reisegruppe aus Pucking dem Ruf der Bundeshauptstadt zu folgen und plante (unter der Leitung unseres lieben Andreas H.) ein ganzes Wochenende mit „Rahmenprogramm“.
Der Trip begann am Samstag um 10:00 Uhr mit der Abfahrt in Pucking, auf dem Weg wurden die restlichen Vereinsmitglieder aufgesammelt und so ging es im Convoy nach Wien. Die einzige Ausnahme waren unsere beiden Oberradler Ironheli und Peter „die Wade“, die an diesem Tag entspannt die 240 KM mit den Rädern anreisten. Nach der Abholung der Startunterlagen wurde im Hotel eingecheckt und dann stand auch schon die erste sportliche Herausforderung des Wochenendes auf dem Programm: Powershopping auf der Mariahilferstrasse und Bummeln durch den Naschmarkt samt Nahrungsaufnahme. Im Laufe des späten Nachmittags trafen wir uns dann alle in einem Kaffee unweit unseres Hotels auf ein Eis. Im Gegensatz zum letzten Jahr brauchten wir diesmal mit unseren insgesamt 32 Personen jedoch am Abend keinen alten Italiener durch unser Erscheinen erschrecken, Andi hatte beim Italiener ums Eck für uns alle reserviert und auch gleich eine eigene Speisekarte mit dem Koch zusammen gestellt. Nach Pasta, Pizza und Spargelcremesuppe ging es dann zurück ins Hotel, und nachdem ein echter Puckinger Sportler ja noch nicht so bald ins Bett geht, liesen wir uns in der Hotelbar noch ein wenig nieder. Als Letzte in der Bar wurden dann so gegen 22:30 die Hofreither`s und die Strobl`s gesichtet.
RACEDAY
Pünktlich um 6:00 Uhr trafen sich, bei strahlendem Sonnenschein aber ziemlich frischen 6°C, alle Läufer beim bestens bestückten Frühstücksbuffet. Die meisten ließen jedoch den gebratenen Speck und die Spiegeleier aus und begnügten sich mit Honigsemmerl und Marmeladebrot. Im Anschluss ging es dann gemeinsam per Pedes zur U-Bahn Station. Auf dem Weg dorthin trafen wir mehr und mehr Sportler die den gleichen Weg hatten wie wir. Langsam begann sich das Kribbeln ein wenig aufzubauen. Einmal umsteigen und direkt beim Start stiegen wir dann aus. Nachdem wir uns alle noch einmal gegenseitig Mut zugesprochen und Glück gewünscht hatten trennten sich unsere Wege zwecks Einlaufen, Aufwärmen, Stutzen anlegen, Pinkeln und Startplatz suchen. Um 9:00 Uhr war es dann soweit. Nach dem Startschuss setzten sich die Freunde aus Afrika sehr schnell von der restlichen Masse ab. Im Marathon waren ca. 7.500 Starter, im HM 11.000 und bei den Staffeln noch einmal ein paar Tausend Leute aus 38 Nationen auf den Beinen. Das obligatorische Gedränge am Start konnten wir alle gut wegstecken und so fanden wir allesamt schnell unseren individuellen Laufrhythmus. Unsere Betreuer waren zu diesem Zeitpunkt gerade einmal mit dem Plündern des Frühstücksbuffets fertig und begaben sich gemütlich in Richtung Naschmarkt (den kannten Sie ja schon vom Vortag…) Wie zu erwarten kam dort bei KM 12 als erstes der Afrika – Express durch nur knapp dahinter, und auch das kam nicht wirklich unerwartet, jedoch auch der schnellste Läufer mit einem blauen Puckinger Schlumpfshirt. Im etwas dichter werdenden Feld kämpften die nachfolgenden Vereinskollegen und -innen mit dem starken Gegenwind und dem eigenen Körper. Wie so oft gingen einige ein etwas zu hohes Anfangstempo und mussten ab KM 15 ein wenig heraus nehmen. Unsere Non – Running – Captains feuerten uns jedoch lauthals an und das mobilisierte bei dem einen oder anderen ungeahnte Kräfte. Die Strecke führte uns in der Folge auf der Wienzeile raus nach Schönbrunn, rauf auf den Berg (oder Hügel) und dann mit Vollgas die Mariahilferstrasse hinunter bis zum Zieleinlauf des HM am Heldenplatz. Die Anfeuerfraktion verlegte sich nun auch hinauf auf die Mariahilferstrasse um die Läufer auch dort noch zu unterstützen. Nach den Führungsgruppen des Marathons kam dann auch schon der HM Sieger in 1:09:42 ins Ziel. Doch nur knapp dahinter konnte unser Chris als gesamt 13. (!!!) finishen. Eine unglaubliche Leistung und schon wieder bester US-Amerikaner. In der internen Puckingerwertung kam als Nächster Andi am Heldenplatz an, leider knapp über seiner Wunschzeit. Kurz dahinter fand auch ich den Weg ins Ziel, eine Woche nach Linz nur ca. 1 ½ Minuten langsamer, ich war zufrieden. Dann ging es Schlag auf Schlag. Geier, dahinter Dani, Max mit massiven Problemen Traudi und Gerhard (beinahe) Händchenhaltend und Karin, die von Herzi angeblich nur mit der Androhung er würde es Ihren Kindern erzählen wenn Sie aufgäbe, ins Ziel geschleppt wurde. Auch unser Rookie Heiko liefen souverän seinen ersten HM nach Hause. Zu dieser Zeit waren unsere Marathonis natürlich noch auf dem Weg. Nachdem die „Halben sich geduscht und zum Teil ein wenig erholt hatten ging es auf die Tribüne um die „Ganzen“ noch gebührend zu empfangen. Als erstes kamen Heli und Otto in den Zielkanal. Otto mit neuer, unglaublicher Bestzeit (willkommen im sub 3:30) und Heli entspannt nach der Anreise am Vortag (unglaublich…). Nur kurz dahinter kam auch Ferdi mit neuer Wienbestleistung an unserer Tribüne vorbei. Den Abschluss machte schliesslich Andi P. der mit seinen Staffelkollegen gemeinsam den Zieleinlauf feierte. Gratulation an alle Finisher!
Die Gesamtsieger waren uns an diesem Tag nicht so wichtig, wen es trotzdem interessiert der kann gerne unter www.pentek-timing.at nachschlagen! Viel wichtiger unsere Non-Runing-Captains: Danke an Euch alle!!
Nachdem nun das Wetter etwas ungemütlicher wurde sahen wir zu das wir mit der U-Bahn zu unseren Autos kamen und fanden uns schließlich, traditionell, beim Brandner auf Monsterripperl ein. Diese waren, wie bereits letztes Jahr sehr lecker aber viel zu viel. Leider gab es beim bezahlen ein Problem mit der Kellnerin und falsch bonierten Getränken, aber das konnte eigentlich der guten Stimmung keinen Abbruch tun. Am Abend machten wir uns schliesslich alle Müde, Satt und Glücklich auf den Heimweg und waren uns einig: Wien wir kommen wieder!
Fazit: Eine tolle Veranstaltung und ein unglaublich lustiges Wochenende. Auch wenn zum Teil die erwünschten Ziele nicht ganz erreicht wurden (der Wind, die Temperatur und überhaupt…), gab es einige neue persönliche Bestzeiten. So finde sicher nicht nur ich: Es war auch heuer wieder ein tolles Erlebnis!
Walter