Radwoche in Can` Picafort auf Mallorca von 07.03.2009 - 14.03.2009
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Schon im Herbst 2008 wurde von Heli, Peter und mir die Idee geboren, im März 2009 eine Radwoche in unser Trainingsprogramm einzubauen. An dieser Stelle muss ich mich auch gleich ganz herzlich bei meiner geliebten Frau Birgit bedanken, die zu meinem 40-er am 30.10.08 eine "Sammelaktion" in Pucking durchgeführt hatte und ich von ihr und meinen lieben Puckinger Freunden mit einer Radwoche beschenkt wurde!
Ursprünglich hatten wir Kroatien als Ziel auserkoren, aber als sich herausstellte, dass man dort frühestens ab April Radfahren kann, war schnell klar dass wir nach Mallorca fliegen werden. Noch dazu sind ja Peter und Heli alte Hasen, was Malle angeht, denn beide verbrachten schon einige Radwochen dort! So buchten wir ein 3-Stern Hotel in Can` Picafort in der Bucht von Alcudia und fieberten den ganzen Winter darauf hin!!
Am Sa. 07.03.09 ging´s dann endlich los und wir brachen mit unseren Rädern, fein säuberlich in Kartons verpackt, nach Salzburg auf, von wo aus wir in gerade einmal 1,5h in Palma landeten. Unsere Gruppe wurde noch ergänzt von Franz und Rudi, mit denen Peter und Heli bereits das 24h-Rennen in Grieskirchen bestritten hatten. Bereits bei der Ankunft erwartete uns Sonnenschein und blauer Himmel! Da begann es schon mächtig in den Waden zu jucken. Wir hatten einen sehr frühen Flug, kamen ca. um 11.00 Uhr im Hotel an und konnten daher bereits am Nachmittag die erste Ausfahrt machen.

Tag 1: 70 Km - 2h 24 min. - ca. 300 Höhenmeter plus 30 min. Laufen
Can`Picafort - Sa Pobla - Llubi - Sineu - Sant Joan - Petra und retour nach Can` Picafort. Sehr schöne Runde mit leichten, längeren Anstiegen und schnellen Abfahrten mitten durch´s Landesinnere. Kaffeepause in Petra am Ortsplatz in einem total netten Kaffee! Kaffe con Lecce um EUR 1,50 plus Gratiskuchen!!! Und das alles bei Traumwetter und natürlich kurz/kurz. Die Ärmlinge mussten wir schon nach ein paar Kilometern ablegen. Im Hotel gönnte ich mir dann danach noch eine Laufrunde mit 30 min. als Draufgabe!
Tag 2: 128 Km - 4h 34 min. - 1000 Höhenmeter
Picafort - Son Mari - Manacor - Felanitx - Sant Salvador (510m und 4,3 km Anstieg) - Porreres - Monturi - Sineu - Muro - Sa Pobla - Picafort. Wieder super Wetter, viel Sonne, wenig Wind und kurz/kurz!! Geiler, knackiger Anstieg hinauf zum Sant Salvador - ich konnte sogar das Hinterrad von Heli bis oben halten - Puls 172 !!! oben trafen wir eine Gruppe aus dem Mühlviertel und schlossen uns für den restlichen Tag zusammen. Da die Burschen sehr sympatisch waren führte es zu zwei ausgiebigen Kaffeepausen in Porreres und Muro - man hat ja einiges zum Fachsimpeln! Die Gruppe war auch mit Karl Sinzinger (Ruderolympiasieger) prominent besetzt!! Jetzt rudert er nimma, sondern düst mit dem Rad herum!! Wieder ein herrlicher Tag.
Tag 3: 107 Km - 4h 12 min. - 1900 Höhenmeter plus 34 min. Laufen
Can Picafort - Alcudia - Porto de Pollenca - Cap de Formentor - Pollenca - Campanet - Buger - Alcudia - Can Picafort. Wunderschöne Tour zum Cap mit vielen Höhenmetern auf teilweise etwas schlechtem Asphalt, aber mit traumhaften Ausblicken! Bis Mittag wieder super sonnig, am Nachmittag dann einige Wolken, aber wieder trocken und warm! Kaffeepause in Campanet - ist sehr zu empfehlen!! Super Bar/Kaffee am Ortsplatz bei der Kirche. Nach dem Radfahren lief ich noch eine Runde drauf - gehört sich eben als Triathlet!
Tag 4: 200 Km - 7h 05 min. - 1500 Höhenmeter
Can Picafort - Arta - Costa de Pinus - Sillot - Cala Millor - Sa Coma - Portocristo - Sarapita - Liucmajor - Algaida - Sencelles - Pinisalem - Selva - Campanet - Buger - Alcudia - Can Pica. Heute stand die längste Tour der Woche am Programm und die hatte es wahrlich in sich! Teilweise starker Gegenwind und weit mehr Höhenmeter als erwartet machten uns das Leben etwas schwer. Aber das super Wetter und die wunderschöne Landschaft in Malle ließen uns das Alles vergessen und machten die Fahrt zu einem unvergesslichen Erlebnis! Für mich war das der erste 200-er überhaupt - echt steil!!
Tag 5: Ruhetag 40 Km lockere "Kaffeefahrt"
Am Vormittag drehte ich mit Heli eine lockere Laufrunde und am Nachmittag rollten wir hinüber nach Porto Pollenca auf Kaffee und Kuchen zum Aufladen der Speicher. Danach ging es dann ab in den Whirlpool, ins Hallenbad und in die Sauna!! Regeneration war angesagt - die Beine waren doch ein wenig schwer von der gestrigen Gewalttour.
Tag 6: 172 Km - 7h 01 min. - 2600 Höhenmeter
Wieder halbwegs fit stand nach dem Ruhetag der "Mallorca-Klassiker" an der Westküste am Programm. Von Alcudia aus wurden wir mit dem Bus in den Süden nach Andratx gebracht, wo die Tour begann. Nach anfänglichen Orientierungsproblemen - die uns etwa 30 km zusätzlich bescherten - fetzten wir die Westküste hinauf bis nach Port de Soller, wo wir uns eine ordentliche Portion Spaghetti vergönnten. Dann gings weiter über Soller und Orient Richtung Heimat, wo wir erst kurz vor Einbruch der Dunkelheit ankamen. Auch heute wieder tolles Wetter, allerdings relativ kühl. Aber als echte Österreicher waren wir auch heute wieder kurz/kurz unterwegs!!
Tag 7: 111 Km - 4h 10 min. - 1000 Höhenmeter
Am letzten Tag düsten wir noch einmal nach Arta, hinüber über die tollen Serpentinen zum Eremiten de Betlem und über Son Serva, Sant Lorenc retour zum Hotel. In Cala Ratjada genossen wir noch einmal den herrlichen Blick auf´s Meer und zogen uns wieder einmal einen Kaffee con Lecce samt Kuchen hinein! Wieder eine super Tour bei traumhaften Wetter und Temperaturen über 20 Grad!
Tag 8: Morgenlauf 1h und Heimfahrt
Heli, Peter, Rudi und Franz hatten den letzten Abend etwas zu intensiv gefeiert, weshalb ich den abschließenden Morgenlauf (bei Nebel) alleine absolvieren musste. Dann wurde gepackt und ab ging´s Richtung Heimat, wo wir am Abend wohlbehalten und müde ankamen.
Alles in Allem eine extrem lässige Woche mit total super Wetter, tollem Hotel (Grupo Montecarlo) und wunderschönen Landschaften auf Mallorca!! Wir waren eine super Truppe, hatten sehr viel Spaß und haben brav trainiert. Jetzt heisst es vorerst gut erholen und dann mit Vollgas weitermachen.
Für die Statistik: 828 km und rund 32h Training mit ca. 8500 Höhenmeter
Andreas Hofreither, 15.03.09 |